Körpergewicht als limitierender Faktor in der Therapie

Seit vielen Jahren beschäftigt mich in der täglichen Praxis das das Bewegungs- und Ernährungsverhalten meiner Patienten - und oft bin ich daran verzweifelt.

Viele Krankheitsbilder meiner Patienten würden eine deutlich besseren Verlauf vernehmen wenn es Patienten gelingen würde Ihr Körpergewicht um einige Kilogramm zu reduzieren. Die Mobilität würde sich erhöhen, die Lust auf Bewegung würde größer werden, es wäre für viele Patienten viel einfacher ihre Übungsprogramme zu absolvieren und viele weitere Dinge würden für die Patienten und uns einfacher werden.

Aber ...

Wer von uns schon einmal selbst versucht hat langfristig Gewicht zu verlieren weiß wie schwierig dies ist. "FDH" ist gar nicht so leicht wie es klingt und auch Ratschläge wie nach 18 Uhr nichts mehr essen oder mehr Sport helfen oft nicht wirklich auf dem Weg zum Erfolg - und viel zu schnell gibt man seine gute Vorsätze wieder auf.
Jetzt haben wir Therapeuten eine ganze Menge Wissen über die Vorgänge im Körper, wir wissen wie und vor allem wieviel wir uns bewegen müssen, wir kennen uns mit den Grundlagen der Ernährung aus und trotzdem fällt uns der Schritt Gewicht zu verlieren nicht leichter als unseren Patienten.

 

Was sind die limitierenden Faktoren:

  • Körperfett durch Sport zu verbrennen ist schwieriger als gedacht. 1 Stunde intensives Joggen verbrennt nicht mehr als 700 Kalorien (und man muss es erst einmal schaffen eine Stunde intensiv zu Joggen - meine Patienten schaffen dass nicht).
    Um ein Kilogramm Körpergewicht zu verlieren muss man ca. 7.000 Kalorien verbrennen - als mindestens 10x 1h Joggen. Der Effekt von Sport wird bei der Gewichtsabnahme stark überschätzt - einzig durch Sport ist es sehr schwer eine negative Energiebilanz zu erreichen.
  • Hunger führt dazu, dass der Körper den Stoffwechsel herunter fährt. Wer länger hungert verliert also kaum Gewicht, da der Körper weniger Kalorien "verbrennt".
  • Wer wenig ist, oder während einer Diät sehr einseitig isst nimmt unter umständen viel zu wenig Nährstoffe zu sich. Neben Mangelerscheinungen gibt es erste Hinweise das ein Abnehmen unter Nährstoffmangel nicht gut funktioniert.
  • Diäten gehen meisten mit einem Verlust von Muskelmasse einher - man wird auf der Waage leichter, aber leider verbrennt nicht das Körperfett, sondern die Muskulatur - natürlich kann man sich jetzt wie oft empfohlen sehr eiweißreich ernähren, aber die übersäuert den Körper und verhindert damit wieder das verbrennen von Körperfett. Eine erhöhte Mineralstoffeinnahme wirkt hier entgegen.
  • Die Motivation geht sehr schnell verloren - wenn wir nicht täglich darin unterstützt werden unsere Gründe für eine Gewichtsabnahme zu visualisieren ist es sehr schwer seine Ziele zu erreichen.
  • und noch viele weitere Punkte ... 

Hast Du Lust Deine Patienten in Zukunft im Körpergewichtsmanagement zu unterstützen? Dafür eine gerechtfertigte Bezahlung zu erhalten und diese Beratung nicht wie so oft in der Therapie inkludiert mit anzubieten?
Dann biete Deinen Patienten neben Deiner Beratung entsprechendes Wissen in schriftlicher Form, informative Videos im Internet, unterstützende Facebook Gruppen und viel mehr an. Schreibe mir bei Interesse doch einfach eine Nachricht.